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HOLLY MACVE & BROOKE BENTHAM

HOLLY MACVE & BROOKE BENTHAM

01.07.2017 - Köln

Tour 2017

Die Eine spielt zarte, folkige Country-Songs, die Andere epische, elektronische Rocknummern.
Die Eine kommt aus Yorkshire, die Andere aus dem englischen Norden. Beide sind 21 Jahre jung und gehören zu den spannendsten Neuentdeckungen dieses Jahres. Zusammen gehen sie im Juni auf ihre erste Deutschland-Tour: Es erwarten uns zwei wundervolle Konzerte zweier wundervoller Künstlerinnen. Und das an einem Abend: Holly Macve & Brooke Bentham!

Holly Macve gehört aktuell zu den am hellsten leuchtenden Sternen am Folk-Country-Himmel. Mit ihrer himmlischen Stimme, ihrer unglaublich emotionalen Darbietung und ihrer bezaubernden Bühnenpräsenz, ist sie eine der spannendsten Neuentdeckungen dieser Tage. Trotz ihres jungen Alters von nur 21 Jahren, erzählt ihr Debüt „Golden Eagle“ von jeder Menge Lebenserfahrung: die elterliche Scheidung, Liebeskummer, frühe Karriererückschläge… Sie wurde in Irland geboren, doch in einer wilden Nacht entschied ihre Mutter, alle Sachen zu packen und ins Haus der Großeltern zu ziehen – weit weg vom erratischen Vater. So wuchs Holly zusammen mit ihrer Schwester im englischen Yorkshire auf. In Ihrem neuen Zuhause angekommen, entdeckte Holly Macve schnell die große Plattensammlung ihrer musikalischen Familie. Erste Wegbegleiter waren Bob Dylan und alte Blues-Musiker, die sie unweigerlich auf Selbsterkundungspfade führten: es begegneten ihr Leonhard Cohen, Johnny Cash und Gillian Welch, die sie musikalisch nachhaltig prägten.

„Wörter sind meine große Liebe,“ erklärt Holly. „Ich liebe Lieder, die Geschichten erzählen und dich an andere Orte führen. Ich habe mich immer von diesem alten Country-Sound angezogen gefühlt, mit den einfachen und einprägsamen Melodien. Mir gefällt zeitlose Musik. Musik, bei der man nicht genau weiß, wann sie aufgenommen wurde.“ Mit 18 zog Holly Macve nach Brighton, wo sie anfing, in einem Café zu arbeiten und an Open Mic-Sessions teilzunehmen. Wie es der glückliche Zufall wollte, entdeckte sie dort ihr zukünftiger Plattenlabel-Chef von Bella Union, der schier beeindruckt war von Holly Macves zarter Stimme
und ihren zeitlosen Melodien, die so gar nicht zur britischen Küste passen wollten. Nach einer verlorenen Liebe zog Holly zurück nach Yorkshire, wo sie ihren Kummer in die Lieder ihres Debüts „Golden Eagle“ steckte: „Ich war depressiv, verloren und allein, an einem dunklen Ort,“ erinnert sie sich. „Deshalb sind die Lieder ein wenig fatalistisch geworden.“ Diese traurigen Lieder verschafften ihr allerdings viel Lob von allen Seiten und ein paar wunderschöne Support-Möglichkeiten, u.a. für Villagers, John Grant und Benjamin Clementine. Zudem ist sie beim Reeperbahn Festival 2016 als einer der ausgewählten Newcomer beim „Anchor Award for International Emerging Talent“ aufgetreten. Es sieht also sehr gut aus für Holly Macve!

Man sagt, dort oben im Norden sei es düster. Hört man den Opener „Nowhere Near Sense“ auf Brooke Benthams Debüt-EP, dann kann man gar nicht anders, als dieser Aussage zuzustimmen. „It’s funny how small things can wreck away at your life, when you’re not doing anything but living inside,“ singt sie in dem ersten Lied ihrer neuen EP „The Room Swayed.“ Der Song zeigt Ähnlichkeiten mit dem epischen Alt-Rock, wie er von War On Drugs oder Ryan Adams gespielt wird, inklusive einer emotionalen Tiefe in der Stimme, wie wir sie von Sharon Van Etten oder Angel Olsen kennen. Und das alles von einer 21-Jährigen aus Newcastle, England, deren Musik eine Schwere und Lebenserfahrung trägt, als hätte sie bereits 100 Jahre gelebt.
Vielleicht liegt es daran, dass Brooke Bentham viele ihrer jungen Jahre dort oben im Norden verbracht hat. Vielleicht stammt ihre Reife aber auch davon, dass sie und ihre drei Brüder sich fast selbst erzogen haben, da beide Eltern arbeitsbedingt wenig Zeit Zuhause verbringen konnten. Durch die Nähe zu ihren älteren Geschwistern lernte sie schnell Musik abseits des vorherrschenden Mainstreams kennen, wie zum Beispiel das französische Duo Justice oder die US-amerikanische Rapperin Uffie. Auch wenn diese Musik nicht unbedingt Brooke Benthams eigenen Stil beeinflusst hat, so inspirierte es sie abseits ausgetretener
Kommerzpfade auf Entdeckungsreise zu gehen. Diese Reise führte sie schließlich zu Bands wie Yo La Tengo, Fleet Foxes und Bon Iver, die ihr dabei halfen, ihren eigenen Sound zu entwickeln. Nach dem wegweisenden ersten Hit „Oliver,“ verschlug es sie nach London, wo sie an der Goldsmith University ein Musikstudium anfing und im künstlerisch-kreativen Umfeld des Stadtteils New Cross ihre Mitmusiker als auch ihren zukünftigen Produzenten kennenlernte. Es entspann eine sechsmonatige, fruchtbare Arbeit, die ihren Ausdruck in einer EP fand, die elektronische Musik mit rohem, unmittelbaren Rock vereint.
Im Hinblick auf ihre erste Tour sagt sie lächelnd: „Alles, was ich möchte, ist, dass die Leute die Musik genießen.“ Bei dieser phantastischen Musik wird das ein Leichtes sein!

 

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